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Fahrplan in Berlin: 

Vom 13.-14. April in Berlin-Ostbahnhof 

Vom 15.-16. April in Berlin Lichtenberg

Vom 17.-18. April in Berlin Schöneweide

Vom 19.-20. April in Berlin Westhafen/ Putlitzbrücke

Vom 21.-22. April in Berlin Grunewald

Koordination:
Weitere Informationen bei zugnachberlin.de



Gedenkzug nicht aufs Abstellgleis!

Protesterklärung zum skandalösen Stoppzeichen der Bahn AG


Der „Zug der Erinnerung“ darf nun nach dem Willen der Bahn AG nicht auf dem Bahnhof Schöneweide Mitte April zwei Tage Halt machen. Begründet wird dies mit nicht ausreichend befahrbaren Gleisen. Eine Ausweichvariante wird nicht genannt, nur ein „Prellbock“ auf die Route des Zuges gestellt, der auf der Deportationsroute der Nazis durch ganz Deutschland bis Auschwitz führen soll. Es ist schon einigermaßen verwunderlich, um nicht zu sagen erschütternd mit wie wenig politischem Fingerspitzengefühl die Bahn das Gedenken an die tausenden deportierten Kinder und Jugendlichen aus der Nazi-Zeit mit technokratischen Begründungen hintertreibt – gerade auch an diesem sensiblen Ort von rechtsextremen Aktivitäten im Bezirk Treptow-Köpenick. Wir protestieren nachdrücklich gegen diesen neuen fadenscheinigen Versuch der Bahn AG, diese wichtige mobile historische Schau zu be- bzw. zu verhindern. Erst war es das Hindernis der von der Bahn geforderten Strecken- und Aufenthaltsgebühren, das Dank der von der BVV im Februar kurzfristig und unbürokratisch bewilligten Sondermittel aus dem Weg geräumt werden konnte, nun soll der Zug offensichtlich endgültig aufs Abstellgleis geschoben werden. Wir fordern die Verantwortlichen der Bahn AG auf, ihre Blockadehaltung unverzüglich aufzugeben und das politische Signal auf Grün zu stellen.

Berlin, Treptow-Köpenick, den 4. April 2008


Unterzeichner/innen:

Dr. Gregor Gysi (MdB, Wahlkreisabgeordneter für Treptow-Köpenick und Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag)

Gabriele Schöttler (Bezirksbürgermeisterin Treptow-Köpenick, SPD)

Michael Schneider (stellv. Bezirksbürgermeister Treptow-Köpenick, DIE LINKE.)

Svend Simdorn (Bezirksstadtrat Treptow-Köpenick, CDU)

Ines Feierabend (Bezirksstadträtin Treptow-Köpenick, DIE LINKE.)

Siegfried Stock (Vorsteher der BVV Treptow-Köpenick, SPD)

André Schubert (stellv. Vorsteher der BVV Treptow-Köpenick, DIE LINKE.)

Oliver Igel (Vorsitzender der SPD-Fraktion in der BVV Treptow-Köpenick) und die Mitglieder der SPD-Fraktion in Treptow-Köpenick

Philipp Wohlfeil (Vorsitzender der Linksfraktion in der BVV Treptow-Köpenick) und die Mitglieder der Linksfraktion in Treptow-Köpenick

Christian Schild (Vorsitzender der CDU-Fraktion in der BVV Treptow-Köpenick)

Peter Groos (Vorsitzender der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der BVV Treptow-Köpenick)

Dr. Hans Erxleben (Sprecher des Bündnisses für Demokratie und Toleranz gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus Treptow-Köpenick)

Marko Tesch (Bezirksvorsitzender DIE LINKE. Treptow-Köpenick) und die Mitglieder des Bezirksvorstandes der Partei DIE LINKE. Treptow-Köpenick

Hanna Wichmann (VVN-BDA Köpenick)

Antifaschistisches Bündnis Südost [ABSO] Berlin

Karl Forster (Sprecher der VVN-BdA Berlin und Chefredakteur der Zeitung "blättchen Treptow-Köpenick“)

Bodo Ramelow (MdB, stellv. Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag und Mitglied des Parteivorstandes DIE LINKE.)

Siegbert Mickey Aron (Mitglied der Repräsentanz der Jüdischen Gemeinde zu Berlin)

Rudi Raphael Simonsohn (Rentner und Überlebender der Shoa)

Dr. Elvira Grözinger (Stellvertretende Vorsitzende der deutschen Sektion der Scholars for Peace in the Middle East und Mitglied der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und des Instituts für Jüdische Studien an der Universität Potsdam)

Uwe Doering (MdA aus Treptow-Köpenick, Parlamentarischer Geschäftsführer der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin)

Benjamin Krüger (Sprecher des Bundesarbeitskreis Shalom und Bundessprecher der Linksjugend [’solid])

Philipp Häusler (Sprecher des Landesarbeitskreis Shalom Berlin der Linksjugend [’solid])

Vera Ansbach (Überlebende der Shoa und Verwandte von Tanja Ansbach aus Plänterwald, die im Mai 1942 mit einem Transport der Reichsbahn deportiert und später ermordet wurde)

Horst Selbiger (aus Nentershausen, aus dessen Familie fünf Kinder mit der Reichsbahn in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und ermordet wurden)

Prof. Dr. Karl Erich Grözinger (Affiliated Professor der Universität Haifa und ehemaliger Professor für Religionswissenschaft und Jüdische Studien an der Universität Potsdam)

Jan Korte (MdB, Mitglied im Innenausschuss und Datenschutzbeauftragter der Linksfraktion im Bundestag)

Prof. Herta Kuhrig, Sprecherin der Seniorenvertretung Treptow-Köpenick

Sharon Adler (Chefredakteurin des Frauen-Online-Magazins AVIVA-Berlin.de)

- Bjoern Tielebein, stellvertretender Bezirksvorsitzender DIE LINKE. Marzahn-Hellersdorf, Bezirksverordneter


und weitere Bürgerinnen und Bürger aus Treptow-Köpenick, z.B.:

Dr. Karin Jacobi, Michael Schrick, Heinz Reibold, Walter Ginsterbusch, Sally Grabosch,

Frank Lauterbach, Dieter Hildebrandt, Eberhard Drescher, Ingo Preuß, Dorit Preuß, Werner

Philipp, Dr. Rosentrauter, Jens-Peter Dierichs, Norbert Walther, Gabriele Walther, Delia

Hinz, Frank Wendler, Frank Adam, Heinz Salewski, Dieter Urban, Gerhard Krenz, Anita

Ebert, Hans-Joachim Hahn, Konrad Bräuer, Ulf Berger, Ingrid Groß, Heinz Pröhl, Klaus

Lehmann, Gisela Spitzer, Dieter Kempe, Siegmar Jacob, Siegfried Ebert, Iduna Dressel,

Edita Pieper, Manfred Buhlke, Hans-Joachim Ritter, Dorothea Seidler, Eduard Brenner,

Klaus Schmitz, Manfred Hoffmann, M. Haberkorn, K. Seifert, H. Schuhmann


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Bundesarbeitskreis SHALOM


DOKUMENTE:

<<< Grundsatzerklärung des BAK SHALOM

<<< Offener Brief zur Austellung „Wall on Wall

<<< Erklärung zu den Vorfällen am 19. Januar 2008 in Magdeburg