> Offener Brief des Lak SHALOM Berlin zur Ausstellung "Wall on Wall"
> Offener Brief verschiedener Einzelpersonen und Initiativen
> Brief an die MandatsträgerInnen der LINKEN in der BVV Friedrichshain- Kreuzberg
> "Hitler good - killed Jews" by Clemens Heni
> Rede der Bezirksverord- neten Frau Sommer- Wetter zur Begründung der Zustim- mung der Linksfraktion
> Rede des SPD-Fraktionsvorsitzenden zur Begründung der Ablehnung
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"Die Mauer muss weg!"? - Bezirk soll endlich Unterstützung für israelfeindliche Ausstellung aufgeben
Zur
Abstimmung in der Bezirksverordnetenversammlung
Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin über die Durchführung der
Ausstellung “Wall on Wall“ an der Berliner East Side Gallery, erklären
Bjoern Tielebein und Philipp Häusler, beide Sprecher des
Landesarbeitskreises Shalom Berlin der Linksjugend [`solid]:
Am
vergangenen Mittwoch hat die BVV Friedrichshain-Kreuzberg mit den
Stimmen der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und der Linksfraktion den
Beschluss des Bezirksamtes zur Durchführung der umstrittenen
Ausstellung “Wall on Wall“ am größten erhaltenen Mauerstreifen zur
Kenntnis genommen.
Damit hat sich die BVV trotz heftiger
öffentlicher Einwände jüdischer Organisationen und Gemeinden,
demokratischer Parteien und engagierter BürgerInnen hinter das Projekt
gestellt, dass vor Allem wegen der Darstellung und somit der
Gleichsetzung der israelischen Sicherheitsanlage mit der Berliner Mauer
in der Kritik steht.
Mit der Abänderung und der zuletzt
getätigten Zustimmung zur Durchführung der Ausstellung, hat sich das
Bezirksamt faktisch hinter die Aussage dieses Projektes gestellt und
sich diese zu Eigen gemacht.
Zudem ist es auch völlig
unverständlich, dass sich der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg mit
dieser Ausstellung im 60.Jahr nach der Gründung des Staates Israel
derart positioniert.
Der Landesarbeitskreis Shalom Berlin wird
sich auch weiterhin kritisch mit den politisch Verantwortlichen im
Bezirk und dem Land Berlin auseinandersetzen und den israelfeindlichen
Charakter des Projektes deutlich aufzeigen und der Ausstellung mit
Protest begegnen.
Wir fordern den Bezirksbürgermeister von
Friedrichshain-Kreuzberg, Herrn Dr. Franz Schulz (B`90/Die Grünen),
auf, seine intensive Unterstützung dieses Projektes aufzugeben. Ebenfalls
fordern wir den Berliner Senat auf, sich aktiv in diese Debatte
einzubringen und ein derart einseitig ausgerichtetes Projekt an einem
der Berliner Symbole des Kalten Krieges zu verhindern. Denn der für die
Ausstellung angedachte Teil der Berliner Mauer ist Eigentum des Landes
Berlin.
Die Überreste des Mauerstreifens dürfen nicht
instrumentalisiert werden. Israelfeindliche Projekte, die zumindest
indirekt die sofortige Abschaffung der dargestellten
Sicherheitsmaßnahmen fordern, haben in Berlin und anderswo nichts zu
suchen. Eine solche Forderung nach der “Überwindung“ des israelischen
Sicherheitszaunes, wie es aus historischer Sicht bei der Berliner Mauer
der Fall war, würde nicht mehr Freiheit bringen, sondern würde die
faktische Auslieferung der israelischen Bevölkerung an antisemitische
Terrororganisationen bedeuten. I Zurück zur Startseite I |
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