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Die Hamas ist keine Partnerin für den Frieden

Zur Bewertung der Nah-Ost-Friedenskonferenz in Annapolis durch den außenpolitischen Sprecher der Linksfraktion im Deutschen Bundestag Norman Paech, erklärt der Sprecher des Berliner Landesarbeitskreises „SHALOM“ der LINKSJUGEND [’solid], Bjoern Tielebein:


Die tatsächlichen Ergebnisse der Friedenskonferenz in Annapolis sind sicher verschieden interpretierbar. Zumindest aber ist ein erster Anfang getan, demokratische Kräfte sprechen wieder miteinander und ebnen damit den Weg eines möglichen Friedensprozesses. Mehr hätte wohl auch niemand erwartet.

Norman Paech behauptet in seiner Erklärung, dass eine solche Konferenz ohne die „in demokratischen Wahlen“ legitimierte Hamas keinen Sinn mache. Dem widersprechen wir ausdrücklich. Auch DIE LINKE hat wiederholt festgestellt, dass die Voraussetzung für einen gemeinsamen Dialog zwischen Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten die bedingungslose Anerkennung des Existenzrechts Israels ist.

Dies lehnt die Hamas grundlegend ab. Somit ist sie auch keine geeignete Partnerin, um über einen Friedensprozess zu verhandeln. Zumal die Hamas eine Zweistaaten-Lösung, die Ziel dieses Prozesses sein soll, kategorisch ablehnt.

Die Hamas hat mit ihrer antidemokratischen und militanten Politik im Gaza-Streifen mit dazu beigetragen, die Situation der palästinensischen Bevölkerung zu verschlechtern und Gespräche mit ihr unmöglich gemacht.

Für emanzipatorische Linke kann diese Organisation keine Partnerin für Gespräche über den Frieden sein.

Wir fordern die Linksfraktion im Deutschen Bundestag und insbesondere Norman Paech daher auf, seine Position zur Hamas zu überdenken und diese als das zu erkennen, was sie ist – eine extremistische Organisation, die dem Frieden im nahen Osten entgegenwirkt und sich im Kriegszustand mit dem demokratisch gewählten Präsidenten der PalästinenserInnen befindet. Damit hat sie jegliche Legitimation für eine Teilnahme an der Friedenskonferenz in Annapolis verwirkt.

Wir werden uns an Norman Paech wenden und mit ihm über seine Position diskutieren. Wir gehen davon aus, dass der Beginn eines neuen Friedensprozess im Nahen Osten eine unabdingbare Notwendigkeit darstellt, insbesondere die Sicherheit Israels und der palästinensischen Autonomiegebiete herzustellen.

Dieses Ziel ist mit Kräften wie der Hamas unmöglich zu erreichen.


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Bundesarbeitskreis SHALOM


DOKUMENTE:

<<< Grundsatzerklärung des BAK SHALOM

<<< Offener Brief zur Austellung „Wall on Wall

<<< Erklärung zu den Vorfällen am 19. Januar 2008 in Magdeburg